Den Erhalt der Schöpfung im Blick

Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Domkapitular Stefan Gessner überreichen 18 kirchlichen Umweltauditor(inn)en die Zertifikate – Ökumenischer Gottesdienst zum Abschluss der Ausbildung

Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Domkapitular Stefan Gessner – Ökumenischer Gottesdienst zum Abschluss der Ausbildung

Würzburg (POW) Zehn Männer und acht Frauen, mehrheitlich aus dem Bistum Würzburg sowie dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Ansbach-Würzburg, haben am Donnerstag, 1. Juli, den ökumenischen Intensiv-Ausbildungskurs zu kirchlichen Umweltauditor(inn)en EMAS/Grüner Gockel erfolgreich abgeschlossen.

Umweltauditorin - Regine Leuschner
Bildrechte: Pressedienst des Ordinariates Würzburg

Aus den Händen von Dompfarrer Domkapitular Stefan Gessner und Regionalbischöfin Gisela Bornowski nahmen bei einem Gottesdienst im Würzburger Neumünster auch Regine Leuschner und Horst Hübner aus der Evangelisch-Lutherische Friedenskirche Kulmbach die Zertifikate entgegen.

Umweltauditor - Horst Hübner
Bildrechte: Pressedienst des Ordinariates Würzburg

Seit November 2020 hatten sich die Teilnehmer coronabedingt mehrheitlich digital unter der Leitung von Christina Mertens von der Arbeitsstelle „Klimacheck, Umweltmanagement, Grüner Gockel“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Christof Gawronski, Umweltbeauftragter des Bistums Würzburg, qualifiziert. Inhalte des Kurses waren unter anderem eine Einführung in EMAS (Eco Management and Audit Scheme) und Grüner Gockel, das Bewerten von Umweltauswirkungen, das Energiesparen in Einrichtungen und Gemeinden sowie die Vorbereitung der Umweltprüfung durch einen externen Gutachter. Domkapitular Gessner dankte bei der Begrüßung für dieses ehrenamtliche Engagement zum Erhalt der Schöpfung.

In ihrer Ansprache unterstrich Regionalbischöfin Bornowski, die Arbeit der kirchlichen Umweltauditor(inn)en sei ein wichtiger Beitrag zur Glaubwürdigkeit der Kirche. Wo von Gott als dem Schöpfer gesprochen werde, sei es auch unabdingbar, darauf zu achten, dass die Schöpfung nicht zerstört werde. Die Unwetter der vergangenen Tage hätten es deutlich gemacht, dass Zeit zum Handeln sei. „In meiner Kirche sind es im Durchschnitt drei Gemeinden pro Woche, die sich auf den Weg zu einem besseren Umweltmanagement machen“, sagte Bornowski.

Jeglicher kirchliche Einsatz für die Umwelt darf sich nach den Worten der Regionalbischöfin nicht auf die jeweilige Gemeinde beschränken. Vielmehr gelte es, Vorbild zu sein und auszustrahlen. „Wir müssen öfter an die anderen denken.“ So leiste die Kirche einen Beitrag zu den existentiellen Fragen der Welt. Wie es gelinge, die Schöpfung zu bewahren, sei eine davon. Für diese Aufgabe wünschte Bornowski den Frauen und Männern Gottes reichen Segen.

mh (Markus Hauck - POW)

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